Roter Platz in Moskau - Alle Sehenswürdigkeiten - Russland erleben

Roter Platz in Moskau – Alle Sehenswürdigkeiten

Das Herz von Moskau, das sich mitten im Stadtzentrum befindet, ist der Rote Platz. Zusammen mit dem Kreml und der Basilius-Kathedrale, ist der Rote Platz in Moskau die Hauptsehenswürdigkeit.

Moskau ist die schöne und beeindruckende russische Hauptstadt, die Dir als Gast viele Sehenswürdigkeiten und einen intensiven kulturellen Urlaub anbietet. Hier kannst Du die reiche Geschichte, Kultur und auch die gutherzige russische Bevölkerung erleben.

Seit 1990 steht der Rote Platz zusammen mit dem Kreml auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Durch das lange Bestehen und die geschichtliche Bedeutung, zählt der Rote Platz in Moskau zu den wichtigsten und bekanntesten Plätzen der Welt.

Wenn Du selbst auf diesem Platz stehst, wirst Du die besondere Atmosphäre spüren und kannst die Schönheit der umliegenden Gebäude genießen!

1) Wie komme ich nach Moskau?

​Nach Moskau gibt es Direktflüge von Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Genf, Hamburg, Hannover, Köln-Bonn, Leipzig, München, Stuttgart, Wien und Zürich.

Um günstige Flüge nach Moskau zu finden, empfehle ich Dir diesen Artikel genau durchzulesen. Für die Einreise benötigst Du zudem noch ein Russland Visum und eine Auslandskrankenversicherung.

2) Wie komme ich zum ​Roten Platz in Moskau?

Der Rote Platz hat eine rechteckige Form und eine ​Gesamtfläche von 24.750 m². Seine Länge beträgt 330 Meter und seine Breite 75 Meter. Der Rote Platz ist vollständig mit Pflastersteinen ausgelegt.

Er befindet sich im Herzen Moskaus, umringt vom Kreml, dem Historischen Museum, dem GUM Kaufhaus und der Basilius-Kathedrale.

Zum Roten Platz in Moskau kommst Du ganz einfach zu Fuß oder mit der Metro. Natürlich ist auch das Taxi immer eine Option, allerdings kann der Verkehr in Moskau ziemlich zäh werden.

2.1) Zu Fuß

Da der Rote Platz direkt im Stadtzentrum von Moskau liegt, kannst Du ihn bei einem Spaziergang in diesem Bereich direkt erreichen. Der Eingang erfolgt über das Auferstehungstor.

Die GPS-Koordinaten vom ​Roten Platz in Moskau sind BG ​​​55.754108, LG ​​37.620406.

2.2) Mit der Metro

​Der ​Rote Platz in Moskau befindet sich in der Nähe der Metrostationen ​„Ploschad Rewolutsii“, "Okhotny Rjad" und „​Teatralnaja“. Von diesen Stationen kommst Du zu Fuß sehr schnell zum Kreml Eingang.

Die Station "Ploschad Rewolutsii" zählt​ zu meinen schönstens Metrostationen in Moskau. Ich kann Dir deshalb nur empfehlen, auch eine Tour unter der Stadt zu unternehmen und diese tollen Stationen zu besuchen. 

Ich habe für Dich auch eine Anleitung geschrieben, wie Du die Metro in Moskau nutzen kannstVon den Metro Stationen bis zum Roten Platz, findest Du auch zahlreiche Richtungspfeile, die Dich zum Ziel bringen.

2.3) Mit dem Taxi

Natürlich kannst Du auch direkt mit dem Taxi zum Roten Platz fahren. Wenn Du wenig Zeit hast und Du nicht in der Nähe einer Metrostation bist, kann dies durchaus Sinn machen.

Der Fahrer wird Dich so nah wie möglich an den Roten Platz heranbringen. So musst Du bis zum Eingangsbereich nur noch wenige Meter zu Fuß gehen. Beachte allerdings auch den Moskauer Verkehr. Es gibt oft Staus, die die Fahrzeit dann deutlich verlängern können.

Die Fahrtdauer variiert zudem je nach Deinem Ausgangspunkt und die Kosten dementsprechend ebenfalls. Grundsätzlich kannst Du mit etwa 200 - 400 Rubel (ca. 3 - 6 €) rechnen.

3) Geschichte Roter Platz in Moskau

Die erste historische Erwähnung über den Roten Platz stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Rote Platz war das Zentrum des sozialen Lebens in Moskau und diente damals als Marktplatz für den Handel von Waren.

Hier wurden aber auch Hinrichtungen und Bestrafungen von Bürgern vorgenommen. Seit dem 17. Jahrhundert wurde der Platz auch Roter Platz, Russisch: "Красная площадь" (Krasnaja Ploschad) genannt. Im Russischen bedeutete "красная" früher auch "schön", weshalb der Platz damals auch "der schöne Platz" genannt wurde.

GUM Kaufhaus im Winter mit Weihnachtsmarkt

Der Rote Platz in Moskau war laut, lebendig und voller Händler mit ihren Verkaufsständen. Im 18. Jahrhundert hat der Zar Peter der Große Sankt Petersburg zur Hauptstadt von Russland gemacht. Moskau verlor deshalb schlagartig an Bedeutung.

Nach dem Ende des Zarenregimes und der Machtübernahme der Bolschewiki im Jahr 1917, wurde Moskau im März 1918 von Lenin wieder zur Hauptstadt von Russland ernannt. Die Stadt wurde wieder zum Zentrum des politischen, sozialen, historischen und kulturellen Lebens in Russland.

In den Zeiten der Sowjetunion fanden zahlreiche Paraden statt. ​Die erste bereits am 7. November 1918. Genau 23 Jahre später, am 7. November 1941, fand auf dem Roten Platz ebenfalls ein geschichtsträchtiger Aufmarsch statt.

Roter Platz mit dem Kreml, dem Lenin Mausoleum und dem Historischen Museum

Stalin wollte damit den Geist und die Motivation des Volkes während dem Zweiten Weltkrieg stärken. In den Kriegszeiten wurde der Rote Platz bemalt und dadurch unkenntlich gemacht, um ihn vor den deutschen Bombern zu schützen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand am 24. Juni 1945 auf dem Roten Platz in Moskau die Siegesparade statt. Bis heute wird dieses Ereignis jedes Jahr aufs Neue in großem Ausmaß und mit viel Tamtam zelebriert.

Seit 1990 zählt der Rote Platz zusammen mit dem Kreml zum UNESCO Weltkulturerbe.

4) ​Die Sehenswürdigkeiten am Roten Platz in Moskau

Der Rote Platz ist mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten gespickt, die den Platz von allen Seiten umgeben.

Im Norden des Roten Platzes befindet sich das Staatliche Historische Museum, im Osten das GUM Kaufhaus, im Süden die Basilius-Kathedrale und im Westen die Kremlmauer und das Lenin-Mausoleum.

Zudem gibt es noch weitere wichtige Gebäude, die ich Dir ebenfalls nun genauer vorstellen werde.

4.1) ​Moskauer Kreml

Der Moskauer Kreml liegt direkt am Fluss Moskwa und ist der älteste Teil ​der Stadt. ​Er wurde bei der Stadtgründung 1147 erbaut​, brannte aber wenig später während einer Mongolischen Invasion wieder ab.

​Der Kreml wurde über die Jahrhunderte immer wieder aufgebaut und verbessert. Im Jahr 1495 wurden die Steinmauern erstellt, die auch heute noch Bestand haben.

Blick auf den Kreml und die Moskwa in Moskau

​Das ganze Gebiet ist in einer Dreiecksform angelegt und umfasst ​27,5 Hektar. Hier befindet sich auch der Amtssitz des russischen Präsidenten, welcher aber nicht öffentlich zugänglich ist.

​Neben ​dem großen Kremlpalast​ und dem staatlichen Kremlpalast befinden sich auch insgesamt 5 Kirchen innerhalb der Kremlmauern​. Sie wurden praktisch direkt nebeneinander erbaut. ​

Diese sind die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die Erzengel-Michael-Kathedrale, die Mariä-Verkündungs-Kathedrale, die Mariä-​Gewandniederlegungs-Kirche und der Glockenturm Ivan der Große.

Zudem kannst Du ​auf dem Kathedralsplatz auch die Zarenkanone und die Zarenglocke bestaunen. ​Ebenfalls interessant zu sehen ist die Rüstungskammer​ des Kreml, welche ​als Museum fungiert.

D​ie östliche Wand des Moskauer Kremls ​grenzt direkt an den Roten Platz​. Ganz prägnant ist hier der Erlöser-Turm, der auch den Ausgang vom Kreml zum Roten Platz bildet. Er befindet sich im südlichen Bereich des Platzes, bei der Basilius-Kathedrale.

Turmuhren des Erlöserturms des Moskauer Kreml

​An allen 4 Seiten des Erlöser-Turms befinden sich über 6 Meter hohe Turmuhren, die mit vergoldeten Ziffern und Zeigern von weitem zu sehen sind. ​So kannst Du die Uhrzeit bereits aus großer Distanz erkennen. Die ganze Konstruktion wiegt über 25 Tonnen.

Auch der Nikolausturm des Krem​ls grenzt gegenüber de​m staatlichen Historischen Museum an den Roten Platz. Dieser Turm ist über 70 Meter hoch und wie der Erlöserturm auch mit einem Rubinstern aus der Sowjetzeit verziert.

4.2) Staatliches Historisches Museum

Staatliches Historisches Museum auf dem Roten Platz

Das Staatliche Historische Museum ist mit 4,5 Millionen Exponaten das größte Nationalmuseum Russlands. Hier kannst Du die russische Geschichte v​om Anfang bis in die heutige Zeit nachverfolgen. Das Historische Museum wurde 1881 ​in Folge eines Erlasses von ​Zar Alexander II. gebaut.

​Die Architektur ​des Museum erinnert an ein rotes Terem, ein altrussisches traditionelles Wohnkammerhaus. Das Gebäude des Historischen Museums steht unter Denkmalschutz und ist wirklich eine Augenweide. Wie aus einem Märchen entsprungen.

​Im Inneren befinden sich auf 2 Etagen insgesamt 39 Säle, die die Ausstellungsgegenstände beherbergen. Die erste Etage zeigt ​Objekte bis zur Epoche von Peter dem Großen. Darunter ​Waffen und Werkzeuge aus der Steinzeit, Altsteinzeit​​ und ​de​r Alten Rus​. Die zweite Etage umfasst die ​Zeit von Peter dem Großen bis ​ins 20. Jahrhundert. ​

Staatliches Historisches Museum in Moskau

Das Historische Museum ​ist täglich von 10.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Am Dienstag ist Ruhetag.​ Am Freitag und Samstag ​gibt es verlängerte Öffnungszeiten bis 21.00 Uhr. ​In der Sommerzeit ​ist sogar täglich (außer Dienstag) bis 21.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 500 Rubel (ca. 7 €).

4.3) ​Basilius-Kathedrale

Basilius Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau

Die Basilius-Kathedrale befindet sich ​im Süden des Roten Platzes und hat eine märchenhafte Architektur. Die rote Kathedrale mit den verschiedenartigen bunten Kuppeln ist einfach wunderschön.

Sie ist ​das Symbol Moskaus und weltweit wahrscheinlich das bekannteste Gebäude aus Russland. Zusammen mit dem Kreml bildet sie ein majestätisches Ensemble der russischen Kultur.

​Der offizielle Name der Basilius-Kathedrale ist eigentlich die "​Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben". Der Volksname, Basilius-Kathedrale, oder auch "Kathedrale des seligen Basilius" wurde ​zu Ehren ​des obdachlosen ​Wassilij (Basilius) ​eingeführt​.

Er sammelte damals Geld für die Kathedrale​ und war ein bekannter Prophet in Moskau. ​Sogar den Brand ​von 1547 ​hatte er voraus gesagt. ​Als er starb, wurde er neben den ​Mauern der Kathedrale begraben. So hat die Kathedrale ihren Volksnamen ​erhalten.

Türme der Basilius-Kathedrale in Moskau

​Die Basilius-Kathedrale besteht aus neun einzelnen Kirchen. In der Mitte befindet sich die eigentliche Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche​ mit der goldenen Kuppel. An jeder der acht Ecken schließt ​dann eine weitere Kirche ​mit einer farbigen Kuppel​ an.

​​Sie wurde ​nach einem Erlass ​des Zaren Iwan IV. (der Schreckliche) gebaut. Anlass war der Sieg​ Russlands gegen das Khanat Kasan der Tataren. ​Wer der Architekt dieser Kathedrale war, ist nicht ganz klar.

Laut einigen Quellen ​war es aber der Architekt Postnik Jakowlew, der zusammen mit Iwan Barma die Bauarbeiten leitete. Einer Legende nach, machte Iwan der Schreckliche hier seinem Namen alle Ehre. 

Er ließ nämlich Jakowlew nach der Fertigstellung der Basilius-Kathedrale die Augen ausstehen, damit er nie wieder so eine Schönheit schaffen konnte.

​Die Öffnungszeiten der Basilius-Kathedrale sind im Sommer täglich von 10.00 - 18.00 Uhr und im Winter von 11.00 - 17.00 Uhr. Der Eintritt (ohne Audioguide) kostet 700 Rubel (ca. 10 €). Mit Audioguide sind es 1.000 Rubel (ca. 14 €).

4.​4) ​Minin-und-Poscharski-Denkmal

​Neben der Basilius-Kathedrale steht das Denkmal ​für Minin und Poscharski​. Es ist eine 20 Tonnen schwere Bronzeskulptur des Bildhauers Iwan Martos, die ​an den Bürger Minin und den Fürsten Poscharski erinnert.

Minin und Poscharski Denkmal an der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau

Sie führten ​1611 den Volksaufstand gegen die polnische Intervention an und besiegten Polen schließlich 1612. Der Aufstand ​​startete damals in Nischni Nowgorod, weshalb das Denkmal eigentlich dort aufgestellt werden sollte.

S​päter wurde aber entschieden, dass das Denkmal doch in Moskau auf dem Roten Platz stehen soll. Das Denkmal wurde daraufhin gefertigt und 1818 ​aufgestellt.

Bis 1936 stand es mitten ​auf dem Roten Platz ​in der Nähe des GUM Kaufhauses. Da das Denkmal aber die Demonstrationen und Paraden störte, ​wurde es ​zur Basilius-Kathedrale ​an den Rand des Roten Platzes ​verschoben.

4.5) ​Kasaner Kathedrale

Kasaner Kathedrale auf dem Roten Platz

Die Kasaner Kathedrale ​wurde im 17. Jahrhundert erbaut und befindet sich ​an der Kreuzung vom Roten Platz ​zur Neglinnaja Straße. Ihren Namen erhielt die Kathedrale ​zu Ehren der Gottesmutter von Kasan, die als Sch​utzpatronin von Kasan und ganz Russland dient.

In den sowjetischen Zeiten wurde die Kathedrale, wie auch viele weitere in ganz Russland, zerstört. Auf ​Anregen der Kirche wurde der Wiederaufbau der Kathedrale am 4. November 1990 gestartet und 3 Jahre später beendet.

Damit war sie auch die erste wiederhergestellte Kirche in der postsowjetischen Zeit. Der Eintritt zur Kasaner Kathedrale ist kostenlos

4.​6) ​Lenin Mausoleum

Das Lenin-Mausoleum ist eine geheimnisvolle​ und bei Touristen sehr beliebte Sehenswürdigkeit a​uf dem Roten Platz. ​Im Mausoleum ist nämlich der Körper von Wladimir Iljitsch Lenin ​aufbewahrt.

Nach seinem Tod wurde der Körper​ einbalsamiert und ist bis heute im Mausoleum erhalten. Das Gebäude wurde dafür 1924 vom russischen Architekt​en Alexei Schtschussew gebaut.

Lenin Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau

​Anfangs war es als stufige Pyramide aus Eichenholz gestaltet, was die Ewigkeit symbolisieren sollte. 1930 wurde das Lenin-Mausoleum dann mit Granit umgebaut​ und erhielt sein jetziges Aussehen.

​1953 ​wurde hier auch der Sarkophag mit dem Körper von Stalin ​ausgestellt​. Es wurde dann aber doch​ entschieden, Stalin in ​der Nekropole an der Kremlmauer zu begraben. Diese diente in der Sowjetunion als Ehrenfriedhof, den Du ebenfalls besichtigen kannst.

Das Lenin-Mausoleum ist für ​Besucher täglich von 10.00 - 13.00 Uhr geöffnet. Am Montag und Freitag ist allerdings Ruhetag. ​​Der Eintritt ist frei, ​weshalb es öfter zu längeren Warteschlangen kommen kann.

Da der Besuch aber sehr schnell geht und keine lange Verweildauer im Mausoleum erlaubt ist, hält sich die Wartezeit in Grenzen. Es gibt eine Eingangskontrolle, die mit einer Kontrolle am Flughafen vergleichbar ist.

Kremlmauer und Lenin Mausoleum

Größere Taschen, Gegenstände aus Metall und Getränkeflaschen dürfen nicht ins Mausoleum mitgenommen werden. Zudem ist dort ​das Fotografieren nicht erlaubt.​

Vor dem Gebäude und auch im Innenbereich gibt es einige Wachen, die den Glassarg "bewachen". Du musst Deine Kopfbedeckung ausziehen und darfst auch die Hände nicht in der Tasche haben.

​Der Anblick Lenins ist dann wirklich surreal. Er sieht aus wie eine Puppe​, was bei der Aufbewahrungszeit von fast 100 Jahren ja auch kein Wunder ist. ​Es ist ​schon echt beeindruckend, dass er immer noch so gut erhalten ist. Irgendwie aber auch unheimlich.

4.​7) ​GUM Kaufhaus

GUM Kaufhaus auf dem Roten Platz

Das ​GUM Kaufhaus ist​ das gr​ößte und bekannteste Waren- und Einkaufsgebäude Russlands. Es hat eine Fläche von 35.000 m². ​Früher nannte man das GUM auch den Hauptladen des Landes.

Das Gebäude ist sowohl von außen, als auch von innen wunderschön und richtig beeindruckend. Du solltest auf jeden Fall einmal den Innenbereich bestaunen und einen kleinen Bummel entlang der zahlreichen Geschäfte machen.

Innenbereich des GUM Kaufhauses

Hier finden sich ​viele weltbekannte (und vor allem teure) Marken. Es gibt aber auch Cafés​ und Restaurants für jeden Geldbeutel. Selbst ein Kino ist hier untergebracht.

​Das Kaufhaus ist täglich von 10.00 - 22.00 Uhr geöffnet und hat zahlreiche Eingänge zum Roten Platz hin.

4.8) Auferstehungstor

Das Auferstehungstor bildet den Ein​gang auf den Roten Platz ​auf der nördlichen Seite. Es hat zwei bogenförmige Portale, die mit zwei Türmen gekrönt sind​. Diese ähneln den Kreml Türmen in unmittelbarer Nähe.

Seinen Namen erhielt das Auferstehungstor durch eine Ikone, die die Auferstehung Christi darstellt. Es wurde früher auch Triumphtor genannt, da es in Zarenzeiten bei großen Feierlichkeiten und Empfängen als symbolisches Eingangstor i​ns Zentrum von Moskau ​diente.

Auferstehungstor als Eingang zum Roten Platz

​Ursprünglich wurde das Auferstehungstor 1680 eingeweiht. Im Jahr 1931 wurde es aber abgerissen, da es die Durchfahrt größerer Militärfahrzeuge auf den Roten Platz behinderte. Von 1995 bis 1996 wurde das Tor dann wieder originalgetreu aufgebaut.

​Auf dem Boden vor dem Tor findest Du übrigens auch einen eingelassene​n Messingstern, der den „Kilometer null“ markiert. Von hier werden die Entfernungen zu den verschiedenen Orten im Land gemessen.

Nach dem Du das Auferstehungstor durchquert hast und auf dem Roten Platz stehst, kannst Du auf der linken Seite die bereits oben angesprochene ​Kasaner Kathedrale sehen.

4.​9) ​Lobnoje Mesto (Schädelstätte)

Links von der Basilius-Kathedrale befindet sich d​as Denkmal "Lobnoje Mesto", was übersetzt "Schädelstätte" bedeutet​. Es ist ein rundes, tribünenartiges Bauwerk, das von einer kleine​n Brüstung umgeben ist.

​Von ​hier wurden ​früher die Zaren-Erl​ässe und Urteilssprüche​ gegen Verbrecher ​verkündet wurden. Wie der Name schon sagt, wurden hier auch Enthauptungen durchgeführt.

5) Öffnungszeiten und Eintrittskosten

GUM Kaufhaus auf dem Roten Platz mit Beleuchtung bei Nacht

5.1) Öffnungszeiten

Der Rote Platz in Moskau ist täglich geöffnet. Er hat auch keine bestimmten Öffnungszeiten und Du kannst ihn deshalb rund um die Uhr besuchen.

Am frühen Morgen kannst Du noch die Ruhe vor dem (Touristen-) Sturm genießen​. Anschließend wird der Platz dann von Menschen überflutet ​sein. Gegen Abend ist auch wieder weniger los und Du hast den Platz größtenteils für Dich.

Du kannst zu dieser Zeit die Gebäude in einem ganz anderen Licht betrachten und die verschiedenen Beleuchtungen bestaunen. Besonders das GUM Kaufhaus sticht dabei hervor. Moskau ist für seine Lichtspiele bekannt.

5.2) ​Eintrittskosten

Der Rote Platz ist ein normaler öffentlicher Platz ohne Eingangskontrolle und damit auch kostenlos.

​6) Interessante Informationen zum ​Roten Platz

​Seit 1993 sind professionelle Foto- und​ Videoaufnahmen mit Stativ ​verboten. ​Dieses Verbot betrifft Kameras mit einer Höhe größer als 140 mm und einem Objektiv-Durchmesser von mehr als 70 mm​.

​Es gibt aber die Möglichkeit, im Kommandantenbüro des Moskauer Kremls eine Genehmigung einzuholen. Der Antrag ist per Email, Fax oder Telefon möglich und wird innerhalb weniger Tage beantwortet.

Blick auf den Roten Platz mit der Kreml Mauer und dem Lenin Mausoleum

​Im Altrussischen bezeichnete man etwas ​Rotes früher auch als schön. Der Rote Platz, Russisch: "Красная площадь" (Krasnaja Ploschad), ​hieß deshalb auch „Schöner Platz“.​

Neben dem Ewigen Feuer​ an der Kreml ​Mauer befindet sich das Grab des Unbekannten Soldaten. Hier findet der Kreml Wachwechsel statt. Bis 1993 führte man den Wachdienst neben dem Lenin-Mausoleum durch.

​Seit 1991 finden am Roten Platz nicht nur Demonstratione​n und Paraden, sondern auch große Konzerte und sonstige Feierlichkeiten statt.​

Jedes Jahr am 9. Mai findet ​auf dem Roten Platz die g​roße Hauptparade zu Ehren des Sieges im Zweiten Weltkrieg statt. Hierzu kommen Präsidenten und Delegationen aus der ganzen Welt ​zur Parade, um ​ihr Mitgefühl und die Verbundenheit auszudr​ücken.

​An diesem großen Aufmarsch nehmen mehr als 10.000 Soldaten​ und mehr als 130 verschiedene Militärgeräte​ teil. Die Parade wird im Fernsehen übertragen und erreicht so den Großteil der Russischen​ Bevölkerung.

Eislaufen auf dem Roten Platz

Seit dem Jahr 2000 ​wird im Winter auch eine große Eislaufbahn ​auf dem Roten Platz installiert. Seit ​einigen Jahren ​wird in dieser Zeit auch ​ein Weihnachtsmarkt veranstaltet. ​

Am Silvesterabend findet auf dem Roten Platz standesgemäß das ​Haupt-Feuerwerk Russlands statt.

7) Führung auf dem Roten Platz

Wenn Du noch mehr über die Geschichte des ​Roten Platzes​ in Moskau und den verschiedenen Gebäuden auf dem ​Gelände​ erfahren willst, empfehle ich Dir eine eigene Führung.

Schau einfach mal durch die Angebote von GetYourGuide, ob etwas ​Passendes für Dich dabei ist.

Warst Du schon einmal in Moskau? ​Dann hast Du sicher den Roten Platz besucht​. Welche Sehenswürdigkeit ​hat Dich am meisten beeindruckt? Erzähle mir auf Russland erleben von Deiner Erfahrung!

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