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Nowodewitschi-Kloster in Moskau [Infos & Sehenswürdigkeiten]

Nowodewitschi-Kloster in Moskau

Das Nowodewitschi-Kloster oder auch Neujungfrauenkloster in Moskau ist ein beeindruckendes und wunderschönes Areal. Es wurde bereits im 16. Jahrhundert gebaut und befindet sich nicht weit vom Stadtzentrum an einer Biegung der Moskwa.

Das Luschniki Stadions und die Sperlingsberge sind in direkter Nähe und auch Moskau City ist nicht weit entfernt. Du kannst damit den Kontrast zwischen den alten Gebäuden des Klosters und den modernen Wolkenkratzern von Moskau City erleben.

Im Nowodewitschi-Kloster befinden sich viele wichtige orthodoxe Heiligtümer. Darunter auch die zwei wundertätigen Ikonen der Iwersker und Smolensker Gottesmutter. Sehr bekannt ist zudem der prestigeträchtige Nowodewitschi-Friedhof, auf dem sich die Gräber von zahlreichen berühmten Persönlichkeiten befinden.

1) Wichtige Infos zum Nowodewitschi-Kloster in Moskau

Maria-Entschlafens-Kathedrale im Nowodewitschi-Kloster in Moskau

Maria-Entschlafens-Kathedrale

Das Nowodewitschi-Kloster in Moskau wurde 1524 gebaut und ist ein religiöses Kloster-Ensemble nicht weit vom Stadtzentrum. Das Areal besteht aus 8 Kathedralen, anderen Bauten und dem berühmten Nowodewitschi-Friedhof.

Nach einigen Umbauten fand sich das Kloster schließlich im 17. Jahrhundert im Architektur-Stil des Moskauer Barock wieder. Seit dem hat sich die Architektur auch nicht mehr geändert. Heute steht das Nowodewitschi-Kloster unter dem Schutz des UNESCO Weltkulturerbes.

Die Geschichte des Klosters begann bereits 1514 während dem russisch-litauischen Krieg. Fürst Wassili III. hatte damals das Versprechen abgelegt, ein Kloster in Moskau zu bauen, wenn er Smolensk für das russische Territorium wieder von den Litauern zurückerobert.

Einen Tag später wurde der Krieg gewonnen. Die Smolensker Einwohner haben ihm dann die wundertätige Ikone der Smolensker Gottesmutter geschenkt, die sich bis heute im Nowodewitschi-Kloster befindet.

Auch die Ikone der Iwersker Gottesmutter befindet sich seit 1654 im Kloster. Der Zar Alexei Michailowitsch zog mit dieser Ikone in den Krieg gegen Polen und gewann diesen sehr schnell. Im Neujungfrauenkloster findest Du zudem auch noch andere Reliquien.

Zwei Jahrhunderte nach der Gründung, diente das Kloster auch als Haftort für die Frauen der Zarenfamilie. Die erste eingesperrte Frau war die Ehefrau des Fürsten Wassili III. Sie konnte in 20 Jahren Ehe kein Kind zur Welt bringen und Wassili III. war auf einen Nachfolger angewiesen.

Er hat sie ins Kloster geschickt und als zweite Frau Elena Glinskaja geheiratet. Von ihr hat er den Sohn Iwan "bekommen", der als "Iwan der Schreckliche" in die Geschichte einging. Auch andere Frauen aus der Zarenfamilie und der Verwandtschaft wurden wegen Witwerschaft, Scheidung, Ungnade oder politischen Tätigkeiten ins Kloster geschickt.

Heute gehört das Nowodewitschi-Kloster zur russisch-orthodoxen Kirche und zum Staatlichen Historischen Museum. Durch die Ikone der Smolensker Gottesmutter, ist das Neujungfrauenkloster auch ein populärer Pilgerort.

2) Geschichte des Nowodewitschi-Klosters

Turm im Nowodewitschi-Kloster in Moskau

Die Gegend in der das Nowodewitschi-Kloster gebaut wurde, nennt man Dewitschje Pole. Aus dem Russischen übersetzt, bedeutet es soviel wie "Jungfrauen-Feld". Daher kommt auch der in der deutschen Sprache verbreitete Name als Neujungfrauenkloster.

Der Name kommt daher, dass die Krieger der Goldenen Horde damals die russischen Frauen an diesem Ort gefangen genommen hatten. Zudem stand am Ort des Klosters bereits früher ein altes Frauenkloster, was dann zur Namenskreation "Neujungfrauenkloster" führte.

Das Kloster wurde von Fürst Wassili III. gegründet. Der Vater des Zaren "Ivan der Schreckliche" ließ es zu Ehren der Rückeroberung des Smolensker Gebiets bauen. Dieses wurde von Litauen zurückerobert. Der Bau begann dann 1524.

Die erste Äbtin war die Nonne Elena Dewotschkina aus Susdal. Ihr Grab befindet sich an der Mauer der Smolensker Kathedrale und es ist bis heute erhalten. Es ist mittlerweile zu einem populären Pilger-Ort geworden. In der Zeit von Iwan dem Schrecklichen gehörte das Kloster zum Zarenhof.

Hier wohnten auch Verwandte der Zarenfamilie. Darunter z.B. auch Irina Godunowa, die Witwe der verstorbenen Zaren Fedor Ioannowitsch. Sie wurde nach dem Tod damals freiwillig zur Nonne. Sie wohnte im Kloster, setzte ihre politischen Tätigkeiten aber auch innerhalb der Klosterwände fort.

Boris Godunow, der neue russische Zar und Bruder von Irina Godunowa, ersetzte das Holzgebäude des Klosters und ließ es komplett neu aus Stein fertigen. Die dicken Steinwände waren später noch sehr nützlich. In der Smuta Zeit diente das Kloster nämlich als Festung.

In der Zarendynastie der Romanows wurde das Kloster renoviert. Die Zarin Sofia Alexejewna ließ das Kloster im Stil des Moskauer Barock umbauen. Die Gebäude bekamen üppige Dekorationen und es entstand auch ein Glockenturm, zwei Tor-Kirchen, ein Speisesaal und die Maria-Entschlafens-Kathedrale.

Christi-Verklärungs-Torkirche im Nowodewitschi-Kloster

Christi-Verklärungs-Torkirche

Aufstieg von Peter dem Großen

Sofia erlebte dann allerdings einen rapiden Abstieg. Ihr Bruder Peter Alexejewitsch Romanow wurde volljährig und kam als Zar an die Macht. In die Geschichte ging er als Peter der Große ein. Er verbannte seine Schwester direkt gewaltsam in das Nowodewitschi-Kloster, weil sie einen Komplott gegen ihn geplant hatte.

Dort wurde sie zur Nonne und bekam den geistlichen Namen "Susanna". Auch seine erste Frau Ewgenija Lopukhina ließ der Zar ins Kloster verbannen. Durch die bekannten neuen Nonnen, erfuhr das Kloster einen Anstieg an Spenden in Form von schönen Schmuckstücken.

Seit dem 18. Jahrhundert wohnten im Kloster auch Mädchen, die Waisen waren und dort Handarbeit lernten. In der sowjetischen Zeit wurde das Nowodewitschi-Kloster, wie alle Kirchen und Kathedralen während der atheistischen Diktatur, geschlossen.

Das Kloster wurde zum Museum der Frauen-Emanzipation und später zu einer Filiale des Historischen Museums. 2004 wurde das ganze Ensemble des Nowodewitschi-Klosters in die Liste der Denkmäler des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Im Kloster wohnen weiterhin Nonnen, die sich hauptsächlich mit Handarbeit wie Ikonen-Malerei und Nähen beschäftigen. Im Kirchenmuseum des Klosters kannst Du Fotos, Dokumente, Ikonen und viele weitere Objekte aus der Klostergeschichte begutachten. Auch über bedeutende Personen kannst Du hier mehr erfahren.

3) Wie komme ich zum Nowodewitschi-Kloster in Moskau?

Das Nowodewitschi-Kloster in Moskau befindet sich in der Nähe des historischen Zentrums der Stadt. Es liegt an der Biegung der Moskwa, in der Nähe des Luschniki Stadions und den Sperlingsbergen. Die genaue Adresse ist: Nowodewitschij Projezd 1 (Новодевичий проезд, 1).

Die GPS-Daten sind: BG 55.726200, LG 37.556400. Du kannst das Kloster mit der Metro, dem Bus, dem Trolleybus und mit dem Taxi erreichen.

3.1) Mit der Metro

Die nächstgelegene Metrostation ist "Sportivnaya" (Спортивная) der roten Linie 1. Von der Station aus, kannst Du das Kloster in rund 10 Minuten zu Fuß erreichen.

3.2) Mit dem Bus

Von der Metrostation "Sportivnaya" kannst Du zudem auch mit dem Bus Nr. 64 oder Nr. 132 direkt bis zum Nowodewitschi-Kloster fahren.

3.3) Mit dem Trolleybus

Ebenso fahren auch die Trolleybusse Nr. 5 und Nr. 15 von der Metrostation "Sportivnaya" direkt bis zum Kloster.

3.4) Mit dem Taxi

Auch mit dem Taxi kommst Du vom Zentrum sehr schnell zum Ziel. Je nach dem wo Du Dich gerade im Stadtzentrum befindest, kostet eine Fahrt etwa 300 - 400 Rubel (ca. 4,50 - 6 €).

4) Öffnungszeiten und Eintrittskosten

4.1) Öffnungszeiten

Das Areal des Nowodewitschi-Klosters ist täglich von 09.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Gottesdienste finden täglich um 07.40 Uhr und um 17.00 Uhr statt.

Das Kloster fungiert auch als Museum. Die verschiedenen Museen des Klosters sind täglich (außer Dienstag) von 10.00 - 16.30 Uhr geöffnet. Die Museen sind am ersten Montag im Monat geschlossen.

4.2) Eintrittskosten

Der Eintritt zum Nowodewitschi-Kloster ist kostenlos.

Ein Ticket für die Museen des Klosters kostet 300 Rubel (ca. 4,50 €). Du kannst auch eine Führung im Kloster-Ensemble buchen. Dies geht per Telefon unter +7 (499) 246 8526 oder direkt im Exkursionsbüro.

Weitere Informationen über Führungen, aktuellen Zeit der Gottesdienste und andere religiöse Ereignisse findest Du auf der offiziellen Internetseite (nur auf Russisch).

5) Bereiche des Moskauer Nowodewitschi-Klosters

Smolensker Kathedrale im Nowodewitschi-Kloster

Smolensker Kathedrale

Das zentrale Gebäude im Nowodewitschi-Kloster ist die alte Smolensker Kathedrale, die von 1524 - 1525 gebaut wurde. Sie hat fünf Kuppeln, wobei die zentrale Kuppel vergoldet ist. Die inneren Räume beinhalten die originalen Fresken aus der damaligen Zeit.

Das Neujungfrauenkloster ist mit einer Festungsmauer und 12 Türmen umgeben, die mit Dekorationselementen im Architektur-Stil des Naryschkin Barock verziert sind. Der ganze Bau ist auch an den Moskauer Kreml angelehnt.

Im Neujungfrauenkloster gibt es einige berühmte orthodoxe Heiligtümer. Schreine mit Teilen von Reliquien von Heiligen, die Ikone und Reliquien des Heiligen Nikolai und zahlreiche alte Ikonen aus dem 15. - 17. Jahrhundert.

Zudem befinden sich mit der Ikone der Iwerskaja Gottesmutter und der Ikone der Smolensker Gottesmutter auch zwei wundertätige Ikonen im Kloster.

Im Ensemble des Nowodewitschi-Klosters sind folgende Bauten beinhaltet:

  • Smolensker Kathedrale
  • Maria-Entschlafens-Kathedrale
  • Nowodewitschi-Friedhof
  • Speisesaal
  • Glockenturm
  • Christi-Verklärungs-Torkirche
  • Mariä-Schutz-Torkirche
  • Lopuchin Kammern
  • Mariinski Kammern
  • Kammer von Irina Godunowa
  • Ambrosiuskirche
  • Kapellengrab von Prokorow
  • Technische Bauten und Objekte
Innenbereich einer Kirche im Nowodewitschi-Kloster

Einen ganz besonderen Platz im Ensemble des Nowodewitschi-Klosters nimmt der Nowodewitschi-Friedhof ein. Ursprünglich diente er nur für die Begräbnisse der Nonnen des Klosters. Seit dem 18. Jahrhundert wurden hier aber auch Adelige aus Moskau begraben.

Im 20. Jahrhundert wurde ein weiterer Ort hinter der Klostermauer als Friedhof zur Verfügung gestellt. Der Nowodewitschi-Friedhof wurde so mehr und mehr zu einem prestigeträchtigen Ort für Begräbnisse. Hier fanden viele bedeutende politische, militärische oder öffentliche Personen der Sowjetunion ihre letzte Ruhe.

Darunter berühmte Persönlichkeiten wie Nikita Chruschtschow, Boris Jelzin, Wiktor Tschernomyrdin, Sergei Prokofjew, Mikhail Bulgakow, Nikolai Gogol, Juri Nikulin, Ludmila Zykina und noch viele mehr. Prestigeträchtiger für ein Begräbnis in Moskau ist nur noch der Platz an der Kremlmauer.

Die UNESCO hat den Nowodewitschi-Kloster-Friedhof auch in ihre Liste der "100 wichtigsten Friedhöfe der Welt" aufgenommen. Insgesamt befinden sich auf dem Nowodewitschi-Friedhof rund 26.000 Gräber.

Warst Du bei Deinem Moskau Besuch auch im Neujungfrauenkloster? Wenn ja, wie hat es Dir gefallen? Oder hast Du das Kloster für Deinen nächsten Moskau Trip auf der Liste? Erzähle mir davon in den Kommentaren.

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